Dekanatsprozess
Nach der Unterzeichnung des Kontraktes durch die Steuerungsgruppe und die Abteilungsleitungen des Bistums habden die Mitglieder der Steuerungsgruppe nun Personen für die Besetzung der Arbeitsgruppen (besser: Themengruppen) angefragt. Diese Gruppen arbeiten anhand einer konkreten Zielvorgabe zu den jeweiligen Themen. Dabei sind sie auf die Beteiligung aller Gremien, Interessierten und Fachexpert:innen angewiesen. Zu betonen ist, dass die angefragten Personen in den Themengruppen nicht allein an einem Konzept für die künftige Gestaltung arbeiten. Dies geschieht vielmehr in Rücksprache mit den Gremien und allen weiteren Engagierten.
Sie werden in Kürze erfahren, wie Sie Ihre Meinung und Expertise zu den einzelnen Themen einbringen können und wer für jede Themengruppe als Ansprechperson fungiert. Das Engagement aller ist nicht nur erwünscht, sondern sogar notwendig für ein Gelingen des Prozesses.
Die Themen Entwicklungsstelle, Innovationsstelle und Ökumene betreffen als Querschnittsthemen alle Themengruppen.
Wichtig ist, dass die konkreten Rahmendaten und die damit verbundenen Einsparungen in den Umsetzungskonzepten berücksichtigt werden und somit auch konkrete Kürzungen in den jeweiligen Feldern benannt werden müssen.
Zugleich soll eine tragfähige Perspektive für eine weiterhin lebendige Pastoral in Bremen eröffnet werden. Dies muss nicht im Widerspruch zueinanderstehen.
Sämtliche Informationen und Dokumente zum Dekanatsprozess stehen hier: Dekanatsprozess.
Konkrete Aufträge für die Arbeitsgruppen
Sechs pastorale Themenschwerpunkte:
Zu jedem der sechs Schwerpunkte: Liturgie, Sozialpastoral, Jugendpastoral, Trauerseelsorge, Familienpastoral, Glaubenskommunikation wird eine Arbeitsgruppe eingerichtet aus den beteiligten Gemeinden, Einrichtungen und Institutionen und ggf. mit weiteren Fachexperten.
Der Auftrag für die sechs Arbeitsgruppen ist, in einem ersten Schritt, Bedarf und Möglichkeiten zu analysieren, kreative erste Ideen zu sammeln und Kooperationspartner zu suchen. Ziel ist ein Konzept für den jeweiligen Schwerpunkt zu entwickeln unter Berücksichtigung der beiden Ebenen lokal und dekanatsweit mit Personal- und Finanz- und Raumbedarf. Hierzu wird den Arbeitsgruppen von der Steuerungsgruppe eine Vorlage für die Konzeptarbeit zur Verfügung gestellt. Ein regelmäßiger Austausch dieser Themengruppen ist erforderlich für die gemeinsame Entwicklung im Dekanat und wird über die Steuerungsgruppe gewährleistet.Firmkatechese auf Dekanatsebene
Die AG Firmkatechese befasst sich mit den bisherigen Überlegungen zur Umsetzung auf Dekanatsebene mit dem expliziten Auftrag, über eine Entwicklungsstelle nachzudenken und dazu ein Konzept zu entwickeln. Hierzu besteht bereits einer Arbeitsgruppe im Dekanat und die bisherigen Ergebnisse werden weiterentwickelt und ggf. mit anderen Gruppen vernetzt.Innovation
Die AG Innovation ermittelt Bedarfe vor Ort zu konkreten Zielgruppen und entwickelt Ideen für eine innovative Projektstelle im Dekanat bzw. scoutet Personen mit Pioniergeist und unterstützt diese. Hier sind die vorliegenden Kriterien zu berücksichtigen. Diese AG wird von der AG Innovation des Bistums Osnabrück unterstützt.Ehrenamt stärken und qualifizieren
Die AG analysiert die Bedarfe der aktuell ehrenamtlich Tätigen. Es wird ein Konzept erarbeitet zur Stärkung und Qualifizierung des Ehrenamts für die verschiedenen Tätigkeitsbereiche. Die rechtlichen Rahmenbedingungen werden geprüft sowie die finanziellen Fördermöglichkeiten von Aufwandsentschädigungen. In einer Zwischenreflexion ist ein Abgleich mit deninhaltlichen Arbeitsgruppen erforderlich, um die veränderten Erwartungen und Bedarfe für die Tätigkeitsbereiche mit zu berücksichtigen.Fundraising
Die AG prüft die Einrichtung und Erfordernisse einer Entwicklungs- bzw. Innovationsstelle zur Akquise von Drittmitteln. Hier ist eine enge Abstimmung mit der Abteilung Kirchengemeindenund der Stabsabteilung Kommunikation notwendig, um Synergien zu schaffen mit den Planungen des Bistums.Zentrale Verwaltung
Eine Arbeitsgruppe klärt die Synchronisierung der Verwaltungsprozesse. Auftrag ist eine gemeinsame Lösung zu finden für die effiziente Zusammenarbeit von Pfarrbüros und dem KGV mit Blick auf digitale Verwaltung, um Einsparungen zu generieren und Arbeitsabläufe zu synchronisieren. Damit zusammenhängend ist die Frage nach Möglichkeiten zum Erstkontakt in den Stadtteilen, der oft über das Pfarrbüro gewährleistet ist im Spannungsfeld von Zentralisierung und Präsenz vor Ort. Eine enge Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe "Pfarreistruktur“ ist nötig mit Blick auf die Aufgaben von Angestellten der Kirchengemeinden. Zudem sollte diese AG eng begleitet und beraten werden von der Abt. Kirchengemeinden.Pfarreistruktur
Eine Arbeitsgruppe befasst sich mit der Frage zur Pfarreistruktur im Dekanat und der personellen Zuordnung mit Blick auf mögliche neue Arbeitsweisen und Zuständigkeiten. Der Auftrag ist, eine zukünftige Gemeindestruktur zu entwickeln mit Klärung der rechtlichen, steuerrechtlichen, personellen und finanziellen Fragen, die damit zusammenhängen.Personal
Diese Arbeitsgruppe erstellt einen Personalplan für die übergemeindlichen und gemeindlichen Arbeitsfelder im Dekanat Bremen mit Blick auf Leitungsaufgaben und Verantwortlichkeiten. Dieses geschieht in enger Abstimmung mit dem Seelsorgeamt und dem Personalreferat. Die Hinweise aus den Handlungsempfehlungen sowie die Vorgaben des Personalreferats sind hier zu berücksichtigen. Für die Ergebnisfindung ist ein enger Austausch mit der Gruppe „Pfarreistruktur“ nötig. Zusätzlich steht diese Gruppe im engen Austausch mit den inhaltlichen Arbeitsgruppen zu möglichen Entwicklungs- und Innovationsstellen.Gebäudenutzung
Eine Arbeitsgruppe analysiert die Optionen im Umgang mit den kirchlichen Gebäuden und deren Erhalt oder Umnutzung bzw. Verkauf. Gemeinsam mit der Abteilung Kirchengemeinden ist zu klären, welche finanziellen Auswirkungen das für die Schlüsselzuweisung der Gemeinden bedeutet. Hierzu sind die Fragen und Hinweise aus dem Strategiepapier zu beachten. Da Gebäudefragen den inhaltlich-pastoralen Entscheidungen folgen sollen, ist ein späterer Start dieser Arbeitsgruppe möglich.
Die Steuerungsgruppe nimmt den Erstkontakt mit der Bremer Evangelischen Kirche sowie den katholischen Nachbargemeinden des Bistums Hildesheim auf, um Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und für eine Vernetzung mit den Arbeitsgruppen zu sorgen. Ein Kontakt zu den konkreten Arbeitsgruppen wird dann hergestellt.
Jede Arbeitsgruppe benennt eine Sprecherin bzw. einen Sprecher, der die Kontaktperson zur Steuerungsgruppe ist, Protokolle und Ergebnisse bereitstellt und erste Ansprechperson für Rückfragen ist. Im Verlauf des Dekanatsprozesses ist es möglich, weitere Arbeitsgruppen bei Bedarf zu initiieren. Dies geschieht nach Anfrage aus dem Dekanat bzw. dem Bistum über die Steuerungsgruppe.
Der Start der Arbeitsgruppen kann unterschiedlich sein und wird von der Steuerungsgruppe im Prozessdesign festgelegt. Die Einrichtung und Besetzung der Arbeitsgruppen wird von der Steuerungsgruppe nach Kontraktschluss auf den Weg gebracht.
Einrichtung von Entwicklungs- und Innovationsstellen:
Jede Arbeitsgruppe stellt den Bedarf für Personal und Gebäude auf mit Blick auf die Verortung in den Gemeinden bzw. auf Dekanatsebene. Sofern es Ideen gibt für eine Entwicklungs- bzw. Innovationsstelle, wird hierfür ein Konzept entwickelt mit dem konkreten Bedarf und der nötigen (Zeit-) Ausstattung. Die Ergebnisse und Ideen sind regelmäßig der Steuerungsgruppe mitzuteilen
Newsletter zum Dekanatsprozess
Newsletter zum Dekanatsprozess im Dekanat Bremen werden in regelmäßigen Abständen mit Informationen zum aktuellen Stand erscheinen.
Wer in den Verteiler aufgenommen werden möchte, muss lediglich eine Mail an schreiben.
Ergebnisse der Themengruppen
Die Gespräche über die Zukunft der katholischen Kirche in Bremen gehen weiter – und werden konkreter. Zum Dekanatsprozess haben sich in den vergangenen Monaten alle Themengruppen getroffen. Sie haben darüber beraten, was in der Seelsorge und den Gemeinden Vorrang haben soll und worauf wir angesichts veränderter Rahmenbedingungen verzichten können und müssen.
Bis Ende Juni werden die Themengruppen ihre Überlegungen weitestgehend abschließen. Dann legen sie ihre fertigen Konzepte vor – mit gut begründeten Handlungsempfehlungen. Auf dieser Grundlage können die Haupt- und Ehrenamtlichen, die Pfarrgemeinderäte und Kirchenvorstände in den Gemeinden über mögliche Veränderungen diskutieren.
Die Arbeit aller Themengruppen geschieht in enger Absprache mit der Steuerungsgruppe und der Bistumsleitung in Osnabrück.
Liturgie
Die Themengruppe Liturgie hat ein Konzept fertiggestellt, das den personellen Rahmenbedingungen (5 Priester) Rechnung trägt. Ggf. werden noch Aspekte der fremdsprachigen Gemeinde zu berücksichtigen sein.
Sozialpastoral
Die Arbeitsgruppe schlägt die Einrichtung einer Entwicklungsstelle für Sozialpastoral vor, um bestehende Projekte zu sichern:
- RaphaelOase
- Johannisoase
- Projekte/Aktion in der Kirchengemeinde St. Marien
- aktive Mitarbeit im Netzwerk „Arme in Bremen“
- BremerTreff
- SchnoorAnbiet
- Essenausgabe St. Egidio,
Weitere Aufgaben sind:
• Einwerben von Spenden und Sachleistung
• administrative Aufgaben wie z. B. Stellen von Anträgen zum Einwerben von Fördermitteln
• Begleitung und Beratung von engagierten Ehrenamtlichen
• Kontakt zu Mitarbeitenden der Caritas
• Kontakt zu wichtigen senatorischen Behörden und Verwaltungen
• Eine weitere wichtige Aufgabe für die E-Stelle wird in der Beratung und Begleitung von Gemeinden (St. Franziskus und St. Katharina) gesehen, die sich zukünftig im Bereich der Sozialpastoral engagieren möchten.
Ideenskizze „Seelsorge im Gesundheitswesen“
Die TG schlägt vor, den Bereich der Krankenhausseelsorge um die Bereiche Hospizarbeit, Palliativdienste und Altenpflegepastoral zu erweitern. Weitere konkrete Überlegung zu Aufgaben/Zielen und Struktur dieser Ideenskizze sind nur zielführend in einem intensiven Austausch mit den verantwortlich hauptamtlichen Kolleg*innen der o. g. Bereiche. Klar ist, dass besonders im Bereich der Krankenhausseelsorge durch Verrentung von Kolleg*innen die Zahl der Hauptamtlichen zurückgehen wird.
Polizei- und Gefängnisseelsorge
Die TG sieht die Arbeit der Polizeiseelsorge und der Gefängnisseelsorge als wichtige Aufgabe der kath. Kirche im Dekanat Bremen. Die Stellenumfänge der beiden Bereiche sollten mindestens im bestehen Umfang weitergeführt werden.
Bahnhofs- und Seemannsmission
Die beiden wichtigen Aufgaben der Seemannsmission und der Bahnhofsmission hat die AG - da für beide Bereiche eine „externe“ Finanzierung vorliegt - nicht weiter in den Blick genommen.
Familienpastoral
Vorschlag einer Definition Familienpastoral
Familienpastoral ist die kirchliche Praxis, die Familien in ihrer Vielfalt als theologisch relevante Orte ernst nimmt, von ihren Erfahrungen ausgeht und gemeinsam mit ihnen nach tragfähigen Sinn- und Glaubensdeutungen sucht, sie bei Lebensübergängen begleitet und in schwierigen Lebenssituationen unterstützt.
Gedanken zu einer Innovationsstelle Familienpastoral in Bremen
• Unterstützung der Familienpastoral in den einzelnen Pfarreien
• Vernetzung der HA und EA, die in der Familienpastoral tätig sind
• Fortbildungen für Kindergottesdienst- und Familienmesskreise
• Regelmäßige Besuche in den Pfarrgemeinderäten um das Thema Familienpastoral wach zu halten und weiter zu profilieren
• Angebote auf Stadtebene für Familien, z.B. jährliche Taufsegnungsgottesdienste, besondere Familiengottesdienste, Mehrgenerationenprojekte
• Etablierung von Angeboten für Kommunionfamilien auf Stadtebene
• Entwicklung differenzierter Zugangswege zur Erstkommunion
• Zusammenarbeit in der Ökumene fördern und gemeinsame Projekte entwickeln
• Regelmäßige Evaluierung der angebotenen Formate
Jugendpastoral
Die Themengruppe hat den aktuellen Stand der Jugendpastoral erhoben, bestehende Angebote analysiert und Unterschiede in Engagement, Unterstützung und Vernetzung zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen festgestellt, die sich deutlich auf Qualität und Teilnahme auswirken. Darauf aufbauend sollen künftig personelle Ausstattung, neue innovative Angebote sowie geeignete Räume weiterentwickelt werden, um eine besser vernetzte und zugängliche Jugendpastoral zu gewährleisten.
Gerade aus den Gemeinden mit wenig Unterstützung durch die Hauptamtlichen vor Ort wird eine hohe Flexibilität und Mobilität festgestellt, sprich eine massive Abwanderungstendenz der jüngeren, nachwachsenden Gemeindemitglieder in dem jeweiligen Stadtteil bedeutet.
Nach der Frage nach den bereits bestehenden Angeboten hat die Themengruppe versucht, die Angebote der Jugendpastoral in Cluster und Schlagworten zu gliedern. Eine im Vorhinein durchgeführte Befragung (Ergebnisse liegen bereits vor) wurde ebenfalls ausgewertet. Besonders wertvoll ist diese Umfrage, um zu ermitteln, welche Angebote weiter erhalten bleiben sollen. Es zeigt ein breites Bild von Bildungsangeboten und Freizeiten.
Die Themengruppe wird sich in den nächsten Schritten mit der personellen Ausstattung der Jugendpastoral (hauptamtlich) befassen. Die anzusetzenden Stellen werden die Maßgaben von Angebotsdichte, Standort und Innovation abdecken müssen.
Ebenso steht die Frage nach den Räumen, denzentral und zentralisiert, noch aus.
Firmkatechese
Die TG Firmung hat ein Konzept zur Firmkatechese fertiggestellt, das sowohl Module auf Stadtebene als auch die Angebote in den jeweiligen Pfarreien vorsieht.
Konkrete Fragen nach Firmspendern und Räumlichkeiten für eine große zentrale Firmfeier werden noch auf Bistumsebene zu klären sein.
Trauerseelsorge
Die Themengruppe Trauerseelsorge/-pastoral hat zunächst bestehende Strukturen gesichtet, Herausforderungen benannt und Kriterien wie bessere Vernetzung, Sichtbarkeit und niedrigschwellige Angebote für gute Lösungen entwickelt.
Darauf aufbauend werden konkrete Konzepte wie eine zentrale Koordinierungsstelle, neue Angebote und Materialien sowie eine stärkere Rolle der Gemeinden erarbeitet, gestützt auf kirchliche Traditionen und aktuelle Leitlinien.
Glaubenskommunikation
Für die TG Glaubenskommunikation haben bislang drei Punkte benannt, die für sie von herausragender Bedeutung sind:
Transparenz über Angebote schaffen
Digitale Kommunikation verbessern
Erreichbarkeit durch ein zentrales Serviceangebot verbessern
Des Weiteren ist ihnen die Verbesserung der Willkommenskultur wichtig. Dabei steht neben der Haltungsfrage auch die Frage nach einer personellen Ausstattung im Raum, die sich besonders der Willkommenskultur annimmt.
Die TG Glaubenskommunikation hat eine Liste mit bisherigen Angeboten der Glaubenskommunikation ausgearbeitet und wird in den nächsten Schritten eine Priorisierung vornehmen, um das Konzept fortzuschreiben.
Ehrenamt stärken und fördern
Die TG Ehrenamt hat ein umfangreiches Konzept fertiggestellt, neben anderen Fragen, ist v.a. die Frage „Wie gelingt gute Begleitung und Befähigung bzw. wie werden Engagierte professionell begleitet und befähigt?“ leitend.
Es wird eine „Koordinationsstelle Freiwilliges Engagement“ gefordert, Die folgendes Aufgabenfeld abdeckt:
1. Entwicklung und Fortschreibung des Gesamtkonzeptes
2. Qualifizierungsmanagement
3. Digitale Engagementplattform / Datenbank
4. Unterstützung der Pfarreien / Teams / Projekte
5. Netzwerk- & Öffentlichkeitsarbeit
Fundraising
Für die TG Fundraising ist es offen, ob eine Stelle Sinn macht. Das vorliegende Konzept ist fertiggestellt. Weitere Konkretisierungen machen erst nach Abschluss des Dekanatsprozesses Sinn, wenn feststeht, welche Projekte, Angebote, Stellen aus Drittmitteln finanziert werden sollen.

